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29.11.2011 Dr. Martin Beißer auf der MID Insight 2011

Dr. Martin Beißer spricht auf der MID Insight 2011 über das Thema "Test 2.0 – MBT im Zusammenspiel mit MS TFS und HP QC"

Seit in der Softwareentwicklung ein eigenständiger Testprozess eingeführt wurde, hat sich die Vorgehensweise, wie Testfälle erstellt werden, nicht wesentlich verändert. Man analysiert die Anforderungen und die beschriebene Funktionalität, um daraus Testabläufe abzuleiten. Selten wird dabei dokumentiert, nach welcher Systematik die Testfälle entstanden sind. Der Testprozess besteht somit aus folgenden drei Aufgaben:

  1. Analysieren der Anforderungen
  2. Erstellen der Testfälle
  3. Durchführung der Testfälle

Damit ist es jedoch nicht getan. In der Regel werden bis zur Fertigstellung und Freigabe eines Softwareproduktes die Schritte Entwicklung - Test - Fehlerbehebung mehrfach wiederholt. Man spricht dabei von Testregression. In den meisten Fällen werden für die Regressionsläufe aber keine eigenen Testfälle erstellt, sondern es werden die mehr oder auch weniger geeignet erscheinenden Testfälle des ursprünglichen Test-Sets verwendet. Eine Automatisierung findet nur bei der Testdurchführung statt. Diese Vorgehensweise könnte man als Test 1.0 bezeichnen.

Das Vorgehen nach Test 1.0 birgt mehrere Schwachpunkte:

  1. Es wird nicht dokumentiert nach welcher Systematik die Testfälle erstellt wurden.
  2. Es wird nicht transparent, welche weiteren Testfälle noch möglich wären und warum man diese nicht erstellt hat.
  3. Das Testmanagement kann nur auf bestehende Testfälle zurückgreife. Nur sehr vereinzelt werden für den Regressionstest zusätzliche Testfälle erzeugt.
  4. Eine Testabdeckung ist auf dieser Basis nicht sinnvoll zu definieren.
  5. Pflege und Wartung der Testfälle ist sehr aufwendig.

In diesem Beitrag wird ein neues Verfahren, Test 2.0, vorgestellt, welches diese bekannten Schwachstellen des Standard-Testprozesses zu vermeiden hilft. Basierend auf einer graphischen Beschreibung der zu testenden Funktionalität erlaubt die neue Methodik, Testfälle automatisch - angepasst an die aktuelle Testsituation zu generieren. Dadurch ist der Testdesigner von der mechanische Arbeit der Testfallimplementierung befreit und kann sich auf die Analyse des Systems und Auswahl geeigneter Teststrategien konzentrieren. Der Vortrag legt dar, wie durch Test 2.0 die oben genannten Schwächen des Test 1.0 vermieden werden können.

Wir zeigen eine Werkzeugkette, die diese Methodik von der Anforderungserfassung über Testsystemmodellierung, Testfallgenerierung bis hin zum konkreten Testfall im Testmanagementwerkzeug unterstützt. 

www.mid.de/insight

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