CMMI und ISO/IEC 15504 bei sepp.med
2004 führte sepp.med einen integrierten Ansatz zur Prozessverbesserung ein. Er enthält die Vorbereitungen auf das jährliche ISO 9001 Audit und weiterführende ISO/IEC 15504 Assessments als integralen Bestandteil unseres Standard-Qualitätssicherungsprozesses. Auch hier setzen wir auf Modellierungsmethoden. Unser Qualitätssicherungshandbuch wird sukzessive durch eine modellbasierte Prozessbeschreibung ersetzt. In den Modellen können wir direkt die Best Practices dem ISO/IEC 15504 Referenzmodell zuordnen und damit die Zusammenhänge nachvollziehbar und verständlich machen.
Dieser Ansatz hat sich bewährt. 2007 konnten wir unser erstes erfolgreiches Assessment nach ISO/IEC 15504 für unseren Engineering-Prozess offiziell bekannt geben (Prozess „Engineering“, Prozessfähigkeitsstufe 3). Seither führen wir in regelmäßigen Abständen interne Assessments durch.
Von diesen Initiativen zur Prozessverbesserung profitieren auch unsere Kunden. Wir beraten, bereiten Assessments und Audits vor und begleiten Sie gern in allen Phasen.
Hier finden Sie Beispiele für unsere Erfahrungen in diesem Bereich.
Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines CMMI Audits
TBS_Med_IKM: Prozessdefinition und -einführung
Im stark regulierten, gefährdungsrelevanten Umfeld wurde sepp.med vom Kunden umfassend mit der Definition, Dokumentation und Einführung neuer Prozesse betraut.
Die gesamte Prozesslandschaft des Kunden wurde neu definiert und auf eine iterative Vorgehensweise umgestellt. sepp.med führte zunächst eine Analyse der bestehenden Prozesse durch und definierte dann die wichtigsten Kernprozesse des Product Life Cycle neu.
Zu diesen Kernprozessen gehörten:
- Anforderungsmanagement
- Konfigurationsmanagement
- Änderungsmanagement
- Testmanagement
Außerdem umfassten sie nicht-technische Prozesse wie Marketing und Angebotserstellung.
Alle Prozesse wurden in die übergeordnete, kundenspezifische Prozessbeschreibung (das sogenannte "Prozesshaus") eingebettet. Die Prozessbeschreibung wurde in ARIS erstellt und geht im Detaillierungsgrad bis hin zu Templates, Verfahrensanweisungen und Skillprofilen für die einzelnen Rollen. Die Anwender wurden systematisch geschult.
Zur Prozessüberwachung definierte sepp.med diverse Metriken, die beispielsweise den Testfortschritt visualisieren.
Werkzeuge
Im Bereich des Toolings evaluierte sepp.med die auf dem Markt erhältlichen kommerziellen Werkzeuge und ermöglichte somit dem Kunden die Auswahl. Die Werkzeuge wurden dann an die kundenspezifischen Anforderungen angepasst, gemäß den regulatorischen Vorgaben dokumentiert und validiert. Schnittstellen zu bereits konzernweit etablierten Tools für das Konfigurations- und Änderungsmanagement wurden definiert und implementiert. Für die Übergabe von Anforderungen aus IBM Requisite Pro in das Testmanagement-Werkzeug (Mercury Testdirector/HP Quality Center) wurde eine weitere Applikation in C entwickelt. Darüber hinaus wurde eine proprietäre Anwendung zum Anforderungs-Tracing angepasst. Neben den bereits erwähnten Werkzeugen kamen IBM Rational Rose und HP Winrunner zum Einsatz, Letzterer verknüpft mit dem Testmanagement-Werkzeug.
CMMI-Audit und Optimierung
sepp.med oblag die technische Aussteuerung und damit die Planung und Kontrolle der einzelnen Arbeitspakete. Darüber hinaus steuerte sepp.med weitere Subkontraktoren aus, die spezifische Anpassungen für ARIS implementierten. Wir bereiteten ein CMMI-Audit vor und unterstützten den Kunden bei der Durchführung. Die daraus resultierenden Änderungen wurden von uns umgesetzt und eingeführt (inkl. erneuter Validierung und Anwenderschulungen).
CEO Florian Prester
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