.mzT / MBT
Modellzentriertes Testen – unsere Formel für innovatives modellbasiertes Testen – kommt bei sepp.med auf vielfältige Weise zum Einsatz. Es bietet sich für die reine Visualisierung der Testabläufe ohne Testfallgenerierung ebenso an wie für die vollautomatisierte Werkzeugkette.
Das Testmodell (z. B. Aktivitätendiagramm) liefert eine Übersicht über alle Testfälle. Ein Testfall entspricht dabei genau einem Pfad durch das Diagramm. Im modellzentrierten Test werden zudem relevante Testmanagementinformationen im Modell abgelegt. Dies können Varianten, Prioritäten oder Abhängigkeiten sein, etwa bei Risikomaßnahmen.
Eine Auswahl an Einsatzmöglichkeiten zeigt unsere Referenzliste:
- Testmanagement/-spezifikation/-durchführung für Produktlinien
- Integrationstest für Kernspintomografen
- OQ eines Workflowmanagementsystems für ein Pharmaunternehmen
- Mess- und Visualisierungssoftware für ein ophthalmologisches System
- Funktionaler Test eines Katalogerstellungssystems
- .mzT-Prototyp für einen Automobilhersteller
- Validierung eines ERP-Systems in Bezug auf den vertrieblichen Workflow
Erfahren Sie mehr über .mzT! Wir sind davon begeistert.
Hier finden Sie Beispiele für unsere Erfahrungen in diesem Bereich.
Qualitätssicherung von medizinischen Großanlagen
TBS_Med_PT: Qualitätssicherung von medizinischen Großanlagen
Im Rahmen des Systemtests einer Partikeltherapieanlage erstellte sepp.med für den Kunden Testspezifikationen und Testdaten. Die ausschließlich manuellen Testfälle führten wir auf der Anlage durch und dokumentierten sie. Fehler wurden erfasst und weiterverfolgt. Den Abschluss bildete ein Testbericht.
Da zu Beginn der Arbeiten die zu testenden Anforderungen noch nicht detailliert vorlagen, wurde das zu testende System in einem Top-down-Ansatz modelliert. Zunächst wurden die allgemeinen Abläufe dargestellt. Anhand der grafischen Darstellung ließen sich dann die Details mit den Stakeholdern diskutieren. So konnte die Testspezifikation frühzeitig beginnen.
Abnahmetests für ein ERP-System
TBS_Med_TPV: Abnahmetests für ein ERP-System
Im Zusammenhang mit der Erweiterung seines ERP-Systems um weitere Module hat unser Kunde, einer der führenden Hersteller ophthalmologischer Systeme, sepp.med mit der Erstellung und Durchführung der Abnahmetests beauftragt.
Bereits im Vorfeld unterstützte sepp.med den Kunden beratend bei der Erfassung der Stakeholder-Anforderungen. Die identifizierten Workflows wurden durch sepp.med modelliert und bildeten die Basis des nachfolgenden modellzentrierten Testdesigns. Unter Verwendung von MBTsuite wurde schließlich aus dem Modell heraus eine dokumenten-basierte Testspezifikation generiert. Die Testfälle wurden durchgeführt und gemäß den regulatorischen Vorgaben dokumentiert.
Gefundene Fehler und Unzulänglichkeiten wurden an den Hersteller des ERP-Systems übermittelt und konnten so zeitnah korrigiert werden. Da es sich um einen agilen Entwicklungsprozess handelte, wurden die Testfälle modellzentriert entworfen. Somit konnten die anschließenden Regressionstests effizient und überschaubar abgewickelt werden. Wartung und Erweiterung der Testfälle fand an Hand der Modelle statt, aus welchen die geänderten Testfälle mit MBTsuite automatisiert abgeleitet wurden. Darüber hinaus unterstützte sepp.med bei der Durchführung eines Assessments, sowie der Erstellung und Durchführung spezifischer Tests zum Nachweis der Part11-Compliance.
MBTsuite und EXAM
TBS_Automotive: MBTsuite und EXAM
EXAM (kurz für "EXtended Automation Method") ist ein strategisches Projekt der Volkswagen AG mit dem Ziel, eine leistungsfähige Plattform für eine gemeinsame, abgestimmte Entwicklung von Test-Programmen zur Erprobung von elektronischen Steuergeräten zu schaffen. Die Methode ermöglicht es der Volkswagen AG und der Audi AG einerseits, eine gemeinsame Teststrategie zu entwickeln, und bietet andererseits eine gemeinsame Sprache für die Darstellung von Testsachverhalten. Somit bildet EXAM die Grundlage für eine Zusammenarbeit auf Konzernebene.
Hauptziel des EXAM-Projekts ist es, die Standardisierung und Wiederverwertbarkeit von Tests zu erhöhen. Dabei werden die Prinzipien der Modellierung mit Testautomatisierung verknüpft. Die Testfälle werden in Form von Sequenzdiagrammen beschrieben, die teilweise aus Unterdiagrammen bestehen. Diese Unterdiagramme sind in Bibliotheken abgelegt. Die Testfälle werden dann parametriert, zu Testsuiten zusammengestellt und schließlich in Testapplikationen für das Hardware-in-the-Loop-Testsystem übersetzt.
2007 schlug sepp.med der Audi AG in Ingolstadt vor, EXAM mit Aspekten des modellzentrierten Testens zu kombinieren. Gemeinsam mit der Audi AG wurde das Konzept um sogenannte "Verhaltensmodelle" erweitert, in denen zunächst das Verhalten des zu testenden Systems aus Anwender- bzw. Testersicht beschrieben wird. Mit dem Testfallgenerator MBTsuite werden dann die Sequenzdiagramme, die den "klassischen" EXAM-Testfällen entsprechen, automatisch aus dem Modell heraus generiert.
Durch die Verknüpfung von EXAM mit .mzT entstand eine zusätzliche, höhere Abstraktionsebene, die sowohl die Verwaltung als auch die Wartung der Testfälle erleichtert. Das Modell stellt ein dokumentiertes Testdesign dar, aus dem hervorgeht, wie der Testfallautor zu den spezifischen Testfällen gelangt ist. Der höhere Abstraktionsgrad erleichtert die Kommunikation und führt so direkt zu einer höheren Qualität der Testspezifikation – und indirekt der funktionalen Spezifikation.
Dr. Armin Metzger
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