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Workflowtests

Workflowtests sind Bestandteile der Validierung, wobei die Anwendersicht auf das zu testende System im Vordergrund steht. Da es sich in der Regel um komplexe Arbeitsabläufe mit Standard- und Alternativszenarien sowie möglichen Fehlersituationen handelt, bietet sich die Modellierung geradezu an. sepp.med betreibt Workflowtests systematisch mit .mzT.

Während die Definition von Use Cases und Workflows frühzeitig im Entwicklungsprozess stattfindet, werden die genauen Abläufe (z. B. erforderliche Eingaben und Klicks) meist erst mit der funktionalen Spezifikation festgelegt. Außerdem können Workflowtests naturgemäß erst durchgeführt werden, wenn das zu testende System bereits existiert. Dies führt häufig dazu, dass auch die Testspezifikation spät beginnt.

.mzT ermöglicht einen Top-down-Ansatz. Zunächst werden die groben Abläufe modelliert, dann sukzessive verfeinert und abgestimmt. Dadurch ist es möglich, zügig mit der Testspezifikation zu beginnen und Engpässe gegen Projektende zu vermeiden.

sepp.med setzt gezielt Domänenexperten (z. B. MTRA) für den Workflowtest ein. Diese beschränken sich nicht auf vorgegebene Tests, sondern beurteilen auch kritisch die Bedienbarkeit (Usability) des zu testenden Systems. Damit liefert sepp.med schnell Input für die Bewertung und den Nachweis der Usability.

Hier finden Sie Beispiele für unsere Erfahrungen in diesem Bereich.

Produktverbesserung aus Anwendersicht

TBS_Med_CT: Produktverbesserung aus Anwendersicht

Im Rahmen der Auslieferung des Endprodukts, eines medizindiagnostischen Geräts, an den Kunden des Herstellers führt sepp.med Installationen, Schulungen und Validierung durch. Dazu gehört neben der Vorbereitung der Abnahmetests auch der On-Site-Support durch Domänenexperten. Sie unterweisen die Anwender (in der Regel MTRAs in Kliniken) in der Handhabung des neuen Gerätes, fungieren als Hauptansprechpartner und melden eventuell auftretende Ereignisse an den Hersteller zurück.

Unsere Domänenexperten beobachten außerdem die Anwender bei der Nutzung der Modalität und erfassen ihre Arbeitsabläufe.

Die Ergenisse werden dokumentiert und fließen in mehrfacher Hinsicht in die Produktentwicklung ein:

  • als Workflowtestfälle zur Qualitätssicherung
  • als neue Anforderungen
  • als Grundlage zur Bewertung der Bedienbarkeit (Usability)

OQ Workflowmanagementsystem

TBS_Pharma: OQ Workflowmanagementsystem

Im Rahmen der Einführung eines Workflowmanagementsystems auf SAP-Basis erstellte sepp.med die Spezifikation der Operational Qualification für die von einem Drittanbieter entwickelten proprietären Erweiterungen. Basierend auf der funktionalen Spezifikation des Systems wurde zunächst das Testdesign in IBM Rational Rose modelliert. Dabei wurden mittels eines risikobasierten Ansatzes nur GxP-relevante Anforderungen ab einem bestimmten, vom Kunden festgelegten Risiko betrachtet.

Das Testdesign diente zur Strukturierung der Tests und zur Festlegung der Testtiefe. Gemäß der Philosophie von .mzT wurden auch Testmanagement-Informationen wie Testumgebung, Vorbedingungen und erforderliche Zugriffsrechte im Modell hinterlegt. Aus dem Modell heraus wurden dann die Testdurchführungsanleitungen erstellt. Die Anforderungsverfolgung wurde durch direkte Referenzierung der Anforderungen im Modell sichergestellt.

Die Modellierung der Abläufe erlaubte ein Top-down-Vorgehen, das umso wichtiger war, als zu Beginn noch nicht alle Anforderungen zur Freigabe vorlagen. Als letztendliches Arbeitsergebnis wurden dem Kunden Durchführungsanleitungen in Form von MS Word-Dokumenten geliefert. Diese waren aus dem Modell heraus generiert und hatten das vom Kunden gewünschte Layout.

Dr. Armin Metzger

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