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Anforderungsmanagement

Ein Kernprozess im Software-Lebenszyklus – das ist Anforderungsmanagement, eng verknüpft mit Risikomanagement (siehe Abb.). Für die Qualität eines Softwareprodukts sind hochwertige Anforderungen von entscheidender Bedeutung, wie jeder weiß. Anforderungen unterliegen jedoch Veränderungen, und diese müssen kontrolliert verwaltet werden. Wir verstehen Anforderungsmanagement daher als kontinuierlichen Prozess, der entsprechende Unterstützung verlangt.

 

Unser Leistungsangebot:

  • Definition, Umsetzung und Optimierung des Anforderungsmanagement-Prozesses
  • Erfassung und Dokumentation von Anforderungen
  • Überprüfung der Qualität bestehender Anforderungen,z. B. mit .mzT, hinsichtlich Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Testbarkeit u. v. m.
  • Anforderungs-basierter Test
  • Requirements Tracing
Traceability

Besonders wichtig ist dabei das Requirements Tracing. Die Nachvollziehbarkeit von Anforderungen in allen möglichen Richtungen im V-Modell ist eine grundlegende Anforderung an Softwareprozesse im regulierten Umfeld. So lassen sich gesetzliche Vorgaben zuverlässig erfüllen. Doch ein gezieltes Requirements Tracing bringt weitere Vorteile, etwa beim Testmanagement. Auf Basis einer Trace-Matrix wird deutlich, welche Auswirkungen eine Änderung (z. B. im Quellcode) an verschiedenen Stellen haben kann. Auch ihr Einfluss auf andere Komponenten wird transparent. Eine solche Impact-Analyse führt zu gesteigerter Effizienz, speziell in der Wartung von Software.

Im Idealfall wird die Trace-Matrix automatisiert erstellt. Dies ist umso einfacher, je höher die Werkzeugunterstützung im Anforderungsmanagement ist. Bei rein dokumentenbasierten Anforderungen – und auch bei einer sehr heterogenen Werkzeuglandschaft – empfiehlt sich in der Regel die Entwicklung eines eigenen Tracetools.

Durch die Arbeit in unterschiedlichen Umfeldern kennen wir die gängigsten Anforderungsmanagement-Werkzeuge (u. a. IBM Requisit Pro, IBM Telelogic DOORS, Borland Caliber).

Hier finden Sie Beispiele für unsere Erfahrungen in diesem Bereich.

Requirements Management für Produktkomponenten

TBS_Med_Draeger: Requirements Management für Produktkomponenten

Im Bereich der Medizintechnik ist sepp.med in zahlreichen Projekten mit dem Management von Produktrequirements betraut.

Hier ein Beispiel:

In einer Abfolge von Projekten führte sepp.med für einen namhaften Hersteller von Beatmungsgeräten die Erhebung, Dokumentation und Verwaltung der Produktanforderungen für Schlauchsysteme von Beatmungsgeräten durch.

Anforderungen aus MS Word-Dokumenten wurden um notwendige Attribute ergänzt und in IBM Rational DOORS importiert. Teilweise wurden bereits bestehende Produktanforderungen überarbeitet (Re-Engineering). Darüber hinaus entstand eine geschlossene Anforderungsverfolgung bis in den Test hinein.

Im Zusammenhang mit der Erhebung, Verwaltung und Dokumentation der Produktanforderungen traten auch Prozessfragen in den Vordergrund. sepp.med spezifizierte einen Design- und Entwicklungsplan, in dem die allgemeinen Vorgaben für Prozess und Dokumentation projektspezifisch zugeschnitten wurden. Zur Verwaltung von regulatorischen Anforderungen und Risiken wurden entsprechende Strukturen in DOORS definiert und implementiert.

Verbesserung der Anforderungen durch Modelleinsatz

TBS_Med_TPV: Verbesserung der Anforderungen durch Modelleinsatz

Im Rahmen eines Software-Entwicklungsprojekts ergänzte sepp.med die bereits ausformulierten textuellen Anforderungen an ein maskengeführtes System durch Modelle zur Beschreibung dynamischer Aspekte. Die steigende Komplexität der Workflows machte eine strukturierte Beschreibung des dynamischen Verhaltens erforderlich. Durch die Modellierung der Abläufe und speziell der möglichen Rücksprünge (z. B. durch [Back] oder [Cancel]) konnten die Anforderungen um einen weiteren Aspekt ergänzt und verbessert werden. Dies diente auch der Qualitätssicherung für das Produkt.

Requirements Management für Produktplattform

TBS_Med_Draeger: Requirements Management für Produktplattform

sepp.med führte die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen mehrerer Produkte (die teilweise in IBM Rational DOORS und teilweise in Dokumenten abgelegt waren) zu einer Anforderungsspezifikation für eine Produktplattform zusammen. Alle Anforderungen wurden in IBM Rational DOORS hinterlegt. Die Anforderungen für die Produktplattform und die Produktanforderungen wurden anschließend gegeneinander abgeglichen. Für eine einheitliche Spezifikation war es notwendig, den Detaillierungsgrad der Requirements und die genauen Inhalte zu klären. Außerdem wurde die Abstimmung mit den international und örtlich verteilt arbeitenden Teams sichergestellt.