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.mzT in drei Schritten: vom Modell zum Testfall

Sobald ein Testdesignmodell erstellt wurde, lassen sich daraus Testfälle ableiten, wobei jeder Pfad durch das Modell einem (möglichen) Testfall entspricht. Diese Ableitung der Testfälle kann völlig ohne Werkzeugunterstützung manuell erfolgen. In dem Fall enthält das Modell das Testdesign und dient zur Dokumentation der Testidee. Die grafische Darstellung liefert die Diskussionsgrundlage, etwa für Klärungen oder Reviews mit allen Beteiligten.

 

Bereits an diesem Punkt zeigen sich die Vorteile der Methodik:

  • modular, flexibel & systematisch
    Die Methodik kann sukzessive eingeführt werden – beispielsweise wird das Modell zunächst für die Priorisierung und die Kommunikation zwischen den Beteiligten herangezogen, später lässt es sich um die Möglichkeiten der automatisierten Testfallgenerierung erweitern.
  • verständlich & kommunizierbar
    Das Modell gibt einen Überblick über das zu testende System und stellt eine verständliche Kommunikationsgrundlage dar, auch für den Austausch mit „nicht-technischen“ Abteilungen.
  • umfassend & vollständig
    Die Qualität der Anforderungsbeschreibung wird bereits während der Testmodellierung überprüft: ein erster Schritt in der Qualitätssicherung.
  • wartbar & wiederverwendbar
    Aufgrund der Wiederverwendbarkeit und der Toolintegration müssen bei einer Änderung nur wenige Modellelemente anstatt vieler Testdokumente angepasst werden. Dies vermeidet Redundanzen.
  • automatisierbar
    Der modellzentrierte Testansatz berücksichtigt Werkzeuge für die automatisierte Testfallgenerierung und Testautomatisierung.
  • effizient
    Signifikante Effizienzsteigerungen im Vergleich zu dokumentenbasiertem Vorgehen in der Praxis sind nachgewiesen (Einsparung von mehr als 50 % allein im Design).

Testfallgenerierung mit MBTsuite

TBS_mzT_MBTsuite: Testfallgenerierung mit MBTsuite

Mithilfe unseres Testfallgenerators MBTsuite lassen sich aus dem Testdesignmodell automatisch Testfälle generieren. Das Modell wird aus dem Modellierungswerkzeug exportiert und in MBTsuite eingelesen. MBTsuite erstellt zunächst einen Testplan, der die Struktur eines Testfallbaums hat und alle im Modell enthaltenen Testpfade enthält.

Für die Steuerung der Strategien zur systematischen Testfallgenerierung können Parameter definiert werden, die Testabdeckung und Testtiefe festlegen: Von der Festlegung dedizierter Pfade bis hin zur vollständigen Pfadabdeckung gibt es eine Vielzahl von Strategien und Filtermöglichkeiten.

Das Ziel ist, die Testfallgenerierung je nach Testprozess so steuern zu können, dass genau die benötigten Testfälle abgeleitet werden. MBTsuite bietet hierfür vielfältige Steuerungsoptionen. So ist es möglich, die Testfalllänge und die Anzahl der Schleifendurchläufe zu beschränken, oder man setzt an beliebige Stellen im Diagramm Variable und lässt diese während der Testfallgenerierung durch Guard Conditions auswerten. Die Vorgaben der Guard Conditions legen fest, wie der Pfad im Folgenden weiter abgearbeitet wird. Die Variablen, auf denen die Überprüfung beruht, können sich im Verlauf der Abarbeitung dynamisch ändern. Das geschieht beispielsweise bei einem Zähler, der sicherstellt, dass bei einem dritten fehlgeschlagenen Login-Versuch ein Testfall genau diese Situation abprüft.

MBTsuite nutzt offene Schnittstellen und ist daher sehr flexibel hinsichtlich der eingesetzten Modellierungstools. Die Ausgabeformate für generierte Testfälle lassen sich an die jeweiligen Erfordernisse anpassen. Das macht MBTsuite unabhängig vom eingesetzten Testwerkzeug und von der Methode der Testdurchführung. Für automatisierte Tests erzeugt MBTsuite ablauffähige Testskripte. Manuelle Testspezifikationen erstellt der Anwender als textuelle Testbeschreibungen. Diese werden anschließend in ein Testmanagementwerkzeug exportiert.

Dr. Martin Beißer

Fragen Sie direkt unseren Experten: Unser Abteilungsleiter Herr Dr. Martin Beißer steht ihnen gerne als Gesprächspartner zur Verfügung - nur ein Klick entfernt.


Foren und Netzwerke


www.modellzentriertesTesten.de


ASQF Fachgruppe Modellierung



Weitere, konkrete Beispiele für den Einsatz von .mzT in der Qualitätssicherung finden Sie hier.