Testmanagement mit .mzT
Der .mzT-Workflow ist einfach und in drei Schritte unterteilt:
Testmanagement ist eine übergreifende Tätigkeit, die parallel zu den drei genannten Schritten stattfindet und von .mzT perfekt unterstützt wird.
Das Testmodell ist hierbei das zentrale Repository des Testprozesses und enthält neben den reinen Testfallinformationen Attribute, die für das Testmanagement bzw. das Projektmanagement relevant sind (Prioritäten, funktionale Cluster, Gefährdungsrelevanz, Kosten usw.). Dies ermöglicht eine weitgehende Planung und Steuerung des Testprozesses aus dem Testmodell und eine erheblich verbesserte Anpassbarkeit des Testdesigns an die Erfordernisse des jeweiligen Testprozesses.
Generell unterscheidet man drei Arten von Informationen, die im Modell hinterlegt werden:
1. Managementinformationen
- Gefährdungen/Risiken
- Prioritäten
- Requirement (oder Risiko-)IDs
- funktionale Cluster
2. Ablaufsteuerungsinformationen
- Schleifenzähler
- Sprünge
- Bedingungen/Abfragen
3. Semantische Informationen
- Abhängigkeiten (z. B. Feature nur erreichbar, wenn Lizenz vorhanden)
Für die Verwendung von .mzT-Modellen für das Testmanagement ist es nicht zwingend erforderlich, einen Testfallgenerator einzusetzen. Tatsächlich lassen sich Managementaspekte wie Testabdeckung und Priorisierung auch händisch am Modell verfolgen. Eine weitere Werkzeugunterstützung senkt jedoch die Fehlerwahrscheinlichkeit und steigert die Effizienz des Prozesses erheblich. Besonders in agilen Prozessen erhöht dies die Anwendbarkeit und Akzeptanz.
Testmanagement mit MBTsuite
TBS_mzT_MBTsuite: Testmanagement mit MBTsuite
Mithilfe der im Modell hinterlegten Informationen können exakt diejenigen Testfälle erzeugt werden, die dem Testumfang und den geplanten Testprioritäten einer Testregression entsprechen. Hierzu generiert das Werkzeug MBTsuite ausführbare Testfälle und passt parallel die entsprechenden Testmanagementinformationen für die verwendeten Testmanagement- oder Testdurchführungswerkzeuge an.
Neben der Auswertung der Informationen bietet MBTsuite weitere Möglichkeiten zur Unterstützung des Testmanagements und der Testplanung:
- Auswahl von Generierungsstrategien
- Testplanvisualisierung mit der Möglichkeit manueller Einschränkungen
- Filtermöglichkeit (z. B. Abdeckung ausgewählter Requirements)
- Ausgabe von Testabdeckungsstatistiken
- Fehlerrückverfolgung zurück ins Modell
Generierungsstrategien
TBS_mzt_MBTsuite: Generierungsstrategien
Zur Generierung von Testfällen liefert MBTsuite folgende Strategien:
- Full Path Coverage
erzeugt in einem Diagramm alle Pfade, die von einem Startpunkt bis zum Endpunkt möglich sind. - Full Edge Coverage
erzeugt Testfälle, in denen jeder Übergang mindestens einmal vorkommt. - Full Node Coverage
erzeugt Testfälle, in denen jeder Knoten mindestens einmal vorkommt. - Random
erzeugt aus einem Diagramm zufällig Testfälle, bis die definierte Anzahl erreicht ist. - Named Path
legt einen Pfad fest, auf dem das Diagramm durchlaufen werden muss. - Guided Path
definiert mithilfe einer Tagsystematik zu generierende Testfälle. - Best-N Test Cases
bietet die Möglichkeit, die generierten Testfälle nach verschiedensten Metriken und Merkmalen zu priorisieren.
Dr. Armin Metzger
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