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Entwicklung eines digitalen Zwillings im Krankhaus-Netzbetriebskontext

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Medizingeräte werden oftmals in einem IT-Netzwerk (Medizingeräte-Netzwerk) betrieben. Medizingeräte-Netzwerke verbinden in der Regel Medizingeräte von unterschiedlichen Herstellern. Aus diesem Grund bestehen für solche Netzwerke neben allgemeinen IT-Sicherheitsrisiken wie z.B. Cyber-Angriffe auch spezielle Herausforderungen wie fehlerhafte Konfiguration oder Inkompatibilitäten nach Netzstrukturveränderungen und/oder Geräteupdates.  

Wir werden zeigen wie ein „Digitaler Medizingerätenetzwerk-Zwilling“ für die Strukturanalyse der Medizingeräte-Netzwerke die klinischen Prozesse und technische Umgebung des Medizingerätenetzwerks absichern und validieren kann.

Der Digitale Medizingerätenetzwerk-Zwilling kann nicht nur zum Status Monitoring und als Alert-System benutzt werden, sondern wird auch als „Simulationszwilling“ zur Real-time Netzwerkanalyse eingesetzt, um zukünftige Betriebszustände vorherzusagen und vorbeugende Wartung durchzuführen.
Mit dem Simulationszwilling kann anomales Verhalten automatisch erkannt werden, während eine zusätzliche Intelligenzebene in kritischen Situationen mit präskriptiver Analytik helfen kann.

Der „Digitale Medizingerätenetzwerk-Zwilling“ wird mit Medizingeräte-Gateways zur Entkopplung von Medizingerät, Netzwerk-Infrastruktur und Betriebs- und Testdatenströmen entwickelt.
Die zu entwickelnde Gateway-Lösung soll hierbei mittels Hardware-Standardkomponenten ein Aussplitten des Netzwerkdatenstroms in Echtkommunikations- und Spiegeldatenstrom für ein Test- und Validierungsszenario im Echtbetriebskontext ermöglichen.
Hierzu werden nicht nur die technischen Hardware-Lösungen für die Gateway-Lösung, sondern auch die Infrastruktur und Software für ein online Living-Lab als Validierungslabor für das Medizingeräte-Netzwerke evaluiert.

Was lernen die ZuhörerInnen in dem Webinar?

In diesem Webinar werden wir diskutieren, wie ein "digitaler Zwilling" des Medizingerätenetzwerks aufgebaut werden kann, welche Rolle das IoT in diesem Szenario spielt und welche Herausforderungen mit dieser sicherheitskritischen Umgebung verbunden sind. Wir werden untersuchen, wie es möglich ist, einen digitalen Zwilling für die Echtzeit-Überwachung des Netzwerkstatus, als Frühwarnsystem und als Online-Validierungslabor zur Sicherung und Validierung der klinischen Prozesse einzusetzen. Unser Use Case wird das DigiValMed-Projekt sein, ein vom bayerischen ZD.B. gegründetes Forschungsprojekt, an dem die sepp.med gmbh und die Strahlenklinik des Universitätsklinikums Erlangen als Partner beteiligt sind.