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Vortrag auf der MedConf 2019 von Dr. Anne Kramer

Erstellt von sepp.med gmbh | |   Konferenz

Dr. Anne Kramer hält einen Vortrag mit dem Titel: „Second Opinion vom Holo-Doktor – Qualitätssicherung und Zertifizierung von KI-basierten Medizinprodukten“. Lesen Sie hier den Abstract:

Der Vortrag findet am 23.10.2019 um 11:45-12:30 Uhr statt.

Lesen Sie hier den Abstract:

„Second Opinion vom Holo-Doktor - Qualitätssicherung und Zertifizierung von KI-basierten Medizinprodukten

Über die Funktionsweise des Holo-Doktors aus Star Trek „Voyager“ ist verhältnismäßig wenig bekannt. Vermutlich besitzt sein Programm Zugriff auf eine umfangreiche Datenbank und verfügt über intelligente Algorithmen, um diese Daten auszuwerten. Tatsächlich gibt es schon seit langem Mustererkennungsverfahren, die Mediziner bei der Diagnose unterstützen. Klassisch basieren diese Verfahren auf fest programmierten Algorithmen mit vorab definierten Regeln. Der elektronische Doktor weiß also, wonach er schauen muss und kann aus den gemessenen Merkmalen Rückschlüsse auf Symptome ziehen.

Nachteil dieser Verfahren ist, dass die Entwicklung solcher Diagnosesysteme verhältnismäßig lange benötigt und sie nicht lernfähig sind. Dies wird sich jedoch in Zukunft dank künstlicher Intelligenz (KI) und Deep Learning-Verfahren ändern. Dann wird das System zunächst mit Trainingsdaten angelernt. Wir sagen dem Programm also, welches Bild ein Glaukom zeigt und welches nicht. Im Produktivbetrieb lassen wir das Programm dann die antrainierten Auswertungsverfahrens auf neue Untersuchungsergebnisse anwenden. Dadurch erweitert sich der Erfahrungsschatz unseres „Holo-Doktors“, wobei er sich durch „Nachtrainieren“ auch an lokale Besonderheiten und neue Entwicklungen anpassen kann.

Alles Science Fiction? Ja und Nein. Die technischen Voraussetzungen für den inhaltsbasierten Ansatz (image content-based) in der Bilderkennung gibt es bereits. Dass selbstlernende Systeme weitaus schneller einsatzbereit sind als herkömmlich programmierte Systeme, ist ebenfalls belegt. Nicht abschließend geklärt ist die Frage, wie die Qualitätssicherung und die Zertifizierung solcher Systeme aussehen kann (und sollte).

In unserem Vortrag präsentieren wir den aktuellen Stand eines Förderprojektes zu diesem Thema. Wir stellen das geplante „Framework für KI-basierte Algorithmen mit Anwendungen in der Ophthalmologie" vor und diskutieren die erarbeiteten Ansätze zur Bewertung der Datenqualität (Stichwort „Trainingsdaten“) und zur Qualitätskontrolle im laufenden Betrieb. Einige dieser Ansätze werden bereits an anderer Stelle in konkreten Produktentwicklungen eingesetzt.

Was lernen die Zuhörer in dem Vortrag?

  • Aufbau eines Frameworks für KI-basierte Algorithmen mit Anwendungen in der Ophtalmologie
  • Ansätze zur Qualitätssicherung und Zertifizierung von KI in Forschung und Entwicklung.

Neugierig geworden? Hier geht es zur Anmeldung!

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