Softwareentwicklung ohne CI/CD-Pipelines (Continuous Integration/Continuous Delivery) ist heute kaum noch vorstellbar. Automatisierte Build- und Testprozesse sichern die Qualität bei jedem Commit. Doch wenn eine Pipeline fehlschlägt, beginnt für DevOps-Teams oft ein zeitintensiver Prozess: Logfiles durchsuchen, Fehlermuster erkennen, Ursachen eingrenzen, Tickets anlegen.
Dass sich dieser Aufwand mit KI drastisch reduzieren lässt, zeigt ein Projekt, an dem unser sepp.med-Kollege Yu Zou mitgewirkt hat.
Wer in DevOps-Projekten arbeitet, kennt das Szenario: Die Pipeline leuchtet rot, und die Detektivarbeit beginnt. Teams öffnen Logfiles mit Hunderten oder Tausenden Zeilen, suchen manuell nach der Fehlerursache und erstellen anschließend von Hand ein Ticket im Projektboard.
Was dabei häufig auf der Strecke bleibt:
Diese manuelle Vorgehensweise ist fehleranfällig und skaliert nicht. Je größer das Projekt, desto mehr Pipeline-Runs, desto mehr Logs, desto länger die Suche.
Die Konsequenzen gehen über den reinen Zeitverlust hinaus.
In sicherheitskritischen Branchen wie der Medizintechnik wiegt das besonders schwer: Eine fehlende, systematische Risikoanalyse der Build-Prozesse kann Audit-relevante Lücken erzeugen und die Nachvollziehbarkeit gefährden.
Im Rahmen eines internen KI-Hackathons bei einem großen Medizintechnikunternehmen hat Yu Zou gemeinsam mit zwei Kollegen vor Ort genau dieses Problem adressiert. In nur drei Tagen entstand das Tool Pipeline Oracle, das am Ende in der Kategorie „Learning Focused Solution" ausgezeichnet wurde.
Das Prinzip: Pipeline Oracle verbindet sich per API mit dem Azure-DevOps-Server, ruft die Logs fehlgeschlagener Pipelines ab und übergibt sie an ein Large Language Model (LLM). Die KI analysiert die Fehler, kategorisiert sie, schlägt konkrete Lösungen mit Konfidenzwerten vor und erstellt automatisch eine Risikoanalyse. Auf Wunsch legt das Tool sogar Issues im Projektboard an und weist sie der zuständigen Person zu. Sämtliche Ergebnisse werden in einem übersichtlichen Dashboard zusammengefasst.
Was das Tool so wertvoll macht, ist der Perspektivwechsel: Statt reaktiver Fehlersuche ermöglicht Pipeline Oracle eine proaktive Datenanalyse. Pipeline Oracle erkennt Fehlermuster über mehrere Runs hinweg, prognostiziert zukünftige Problemstellen und bewertet die Release-Bereitschaft. Entwickelt wurde es vollständig in Python und ist universell einsetzbar.
Dieses Hackathon-Projekt zeigt exemplarisch, wie KI in bestehende Entwicklungsprozesse integriert werden kann: mit klarem Fokus auf einen konkreten Use Case, pragmatischer Umsetzung und messbarem Nutzen.
Genau diese Herangehensweise liegt auch dem AI ABC-Framework zugrunde, mit dem wir Unternehmen beim strukturierten KI-Einstieg begleiten. Ob DevOps-Automatisierung, Qualitätssicherung oder Dokumentation: Der Schlüssel liegt darin, den richtigen Startpunkt zu finden und schnell erste Ergebnisse zu erzielen.
Wenn Sie mehr über Pipeline Oracle erfahren möchten: Yu Zou stellt das Tool bei unserem sepp.med Afterwork Exchange am 19. März 2026 vor.
Wie wird KI vom Buzzword zum echten Business Impact? Beim Afterwork Exchange „Business Impact: AI“ können Sie sich auf kurze Praxis-Impulse und einen Blick auf den EU AI Act freuen. Im Anschluss haben Sie beim Get Together und beim Essen die Gelegenheit, zu netzwerken.
Wann: 19.03.2026, 17:00 UhrWo: sepp.med in Röttenbach
Pipeline Oracle ist ein KI-gestütztes Analyse-Tool für CI/CD-Pipelines. Es liest Logfiles automatisch aus, kategorisiert Fehler, schlägt Lösungen vor und erstellt Risiko- sowie Prognoseberichte in einem zentralen Dashboard.
Pipeline Oracle wurde für Azure DevOps entwickelt, ist aber durch seinen konfigurierbaren Aufbau grundsätzlich auf andere CI/CD-Umgebungen übertragbar.
Der Hackathon zeigt, wie KI in Softwareentwicklungsprozessen konkret Mehrwert schaffen kann. Genau solche Use Cases identifizieren und implementieren wir im Rahmen unserer KI-Beratung.
Mit unserem AI Readiness Check analysieren wir Ihre Ausgangslage, identifizieren passende Use Cases und erstellen eine handhabbare Roadmap für Ihren produktiven KI-Einstieg.
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