KI in der Praxis
Künstliche Intelligenz steht auf der Agenda nahezu jedes Unternehmens. Aber auf der Agenda stehen und tatsächlich etwas bewegen sind zwei verschiedene Dinge. Zwischen der strategischen Entscheidung, KI einzusetzen, und der ersten produktiven Anwendung im Tagesgeschäft klafft für viele Organisationen eine überraschend große Lücke. Genau dort setzte der Afterwork Exchange „Business Impact: AI“ von sepp.med am 19. März 2026 an.
Das Veranstaltungsformat ist bewusst kompakt gehalten: kurze Impulsvorträge, kein Frontalunterricht und viel Raum für echten Austausch. An diesem Abend trafen Strategieverantwortliche, Entwicklungsleiter und Technologieexperten aufeinander, also Menschen, die KI nicht nur beobachten, sondern in ihren Organisationen gestalten wollen.
Impressionen
Impulsvorträge
Von der Strategie in die Praxis
Den Auftakt machte Dr. Johann Lichtblau, Group Leader Validation Drive und Brake Control Software bei der Siemens Mobility GmbH, mit einem Vortrag über die Etablierung einer AI-driven Culture. Seine Botschaft war klar: KI-Transformation gelingt nicht durch Technologie allein. Sie erfordert ein kulturelles Fundament, das Experimentierfreude, Lernbereitschaft und klare Verantwortlichkeiten miteinander verbindet.
Pipelines, die mitdenken
Matthias Pruksch, Teamleiter bei sepp.med, beleuchtete anschließend einen konkreten Anwendungsfall aus der Praxis: wie die KI-Lösung Pipeline Oracle DevOps-Pipelines schneller und besser planbar macht. Das Praxisbeispiel zeigte, dass KI im Software-Engineering keine Vision mehr ist, sondern ein Werkzeug, das in realen Projekten messbar wirkt, sofern man es richtig einsetzt.
Der Weg zur KI-getriebenen Softwareorganisation
Matthias Lutz, Business Development Consultant bei sepp.med, warf in seinem Impulsvortrag die Frage auf, die viele Unternehmen im Stillen umtreibt: Was bedeutet es eigentlich, als Softwaredienstleister selbst zur KI-getriebenen Organisation zu werden? Sein Vortrag „Becoming an AI-driven Software Service Company“ lieferte praxisnahe Orientierung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen auf Basis ihrer eigenen Stärken und Strukturen den nächsten Schritt gehen können.EU AI Act: Was regulierte Branchen wissen müssen
Den Abschluss des Vortragsteils gestaltete Florian Prester, CEO von sepp.med, mit einem Blick auf den EU AI Act und seine Auswirkungen auf regulierte Branchen wie Med-Tech, Mobility und Public. Für Unternehmen, die bereits unter strengen Compliance-Anforderungen arbeiten, ist der EU AI Act keine theoretische Zukunftsfrage. Die Übergangsfristen laufen, und wer jetzt nicht prüft, welche KI-Systeme im eigenen Unternehmen als hochriskant eingestuft werden könnten, verschenkt wertvolle Zeit für eine strukturierte Vorbereitung.Was Feedback und Gespräche gezeigt haben
Das Feedback der Teilnehmenden zeichnete ein klares Bild: Die fachliche Qualität der Vorträge wurde sehr hoch bewertet. Die Themen AI-Kultur, AI-driven Software Service Company und EU AI Act wurden dabei als besonders wertvolle Impulse empfunden. Das spiegelt genau die Fragen wider, mit denen Entscheider in regulierten Branchen derzeit ringen.
Was über alle Zahlen hinaus in Erinnerung bleibt, sind die Diskussionen, die sich nach den Vorträgen entwickelt haben. Die Gespräche beim Get Together liefen lange und intensiv weiter. Wenn Teilnehmer nicht nach Hause wollen, weil das Gespräch gerade interessant wird, ist das das beste Qualitätssignal, das ein Format haben kann.
Sein Sie beim nächsten Afterwork Exchange dabei!
Die nächste Ausgabe unserer Veranstaltungsreihe ist bereits in Planung. Wenn Sie informiert sein möchten, sobald der Termin feststeht, lassen Sie es uns bitte wissen.