Softwarevalidierung für Medizinprodukte gemäß ISO 13485 und ISO 62304
Die Validierung der Softwareentwicklung ist ein zentraler Bestandteil regulatorischer Anforderungen für Medizinprodukte. Nach ISO 13485 und ISO 62304 stellt sie sicher, dass Software sicher, zuverlässig und normkonform funktioniert. Ob Entwicklungsvalidierung, Installationsprüfung oder Betriebsnachweis – jede Form der Validierung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Produktqualität, Patientensicherheit und Effizienzsteigerung im Entwicklungsprozess.
Was steht in der ISO 13385
Validierungsarten im Überblick
Validierungsarten im Überblick
Die Softwarevalidierung nach ISO 13485 und ISO 62304 umfasst verschiedene Validierungsformen, die unterschiedliche Phasen des Software-Lebenszyklus abdecken. Jede davon erfüllt eine spezifische Rolle für Sicherheit, Qualität und Compliance:
Entwicklungsvalidierung
Stellt sicher, dass die entwickelte Software den spezifizierten Anforderungen entspricht.
- Fokus: Funktionalität & Architektur
- Normbezug: ISO 62304 (5.1.4), ISO 13485 (7.3.6)
Installationsvalidierung
Prüft, ob die Software korrekt installiert und konfiguriert wird – auf allen Zielsystemen.
- Fokus: Stabilität & Reproduzierbarkeit
- Normbezug: ISO 62304 (5.7), ISO 13485 (7.5.1.1)
Betriebsvalidierung
Sichert ab, dass die Software im realen Einsatz wie vorgesehen funktioniert.
- Fokus: Benutzerakzeptanz & reale Szenarien
- Normbezug: ISO 62304 (5.1.8), ISO 13485 (7.3.6)
Leistungsvalidierung
Überprüft die Performance der Software unter regulären und extremen Bedingungen.
- Fokus: Geschwindigkeit, Skalierbarkeit, Belastbarkeit
- Normbezug: ISO 62304 (5.1.8), ISO 13485 (7.3.6)
Verfolgbarkeitsvalidierung
Stellt sicher, dass alle Anforderungen und Änderungen nachvollziehbar dokumentiert sind.
- Fokus: Transparenz & Auditierbarkeit
- Normbezug: ISO 62304 (5.1.3), ISO 13485 (7.3.2)
Validierung neu gedacht: von Dokumentationslast zu belastbarer Evidenz
Klassische Validierung stößt an ihre Grenzen.
Cloud-Architekturen, kurze Releasezyklen und KI-gestützte Systeme verändern die Spielregeln. Rund 80 % der Validierungszeit fließen heute in Dokumentation, nur 20 % in echtes Testen. Unser Whitepaper zeigt, wie Sie mit evidenzbasierter Computer Software Assurance (CSA) und der SEEK-Methode Ihre Validierung skalierbar, auditfest und release-fähig machen.
Mit konkretem Vorgehensmodell, regulatorischer Einordnung (MDR, EU AI Act) und einer pragmatischen 90-Tage-Roadmap.
Herausforderungen Automotive SPICE und wie sepp.med unterstützt
Ihre Vorteile auf einen Blick
Die Validierung nach ISO 13485 & 62304 bringt nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern messbaren Mehrwert für Ihre Produktentwicklung:
-
Risikominimierung: Fehler werden früh erkannt, Sicherheitsrisiken reduziert
-
Regulierte Konformität: Einhaltung gesetzlicher und normativer Anforderungen
-
Qualitätssicherung: Validierte Software ist stabil, sicher und zuverlässig
-
Kosteneinsparungen: Reduktion teurer Nacharbeiten, Supportfälle oder Rückrufe
Von ISO 13485 bis 62304 – wir bringen Klarheit in Ihre Validierung
Von ISO 13485 bis 62304 – wir bringen Klarheit in Ihre Validierung
Die Validierung medizinischer Software ist komplex – und in vielen Unternehmen fehlt es an Zeit, Ressourcen oder spezifischem Know-how, um die regulatorischen Anforderungen effizient und sicher umzusetzen. Die Folge: Unsicherheiten im Prozess, fehlende Nachweise bei Audits und teure Verzögerungen.
Typische Herausforderungen auf Kundenseite:
- Unklarheit über regulatorische Anforderungen Welche Validierungsformen sind wann erforderlich? Welche Normen gelten für mein Produkt?
- Zeit- und Ressourcenmangel Validierung ist aufwendig – gerade bei engen Timelines und parallelen Projekten.
- Unsicherheit bei der Dokumentation Welche Nachweise muss ich wie führen? Wie viel Dokumentation ist „genug“?
- Fehlende Integration in den Entwicklungsprozess Validierung wird oft erst spät berücksichtigt – statt von Anfang an eingebunden.
Unsere Lösung:
Wir begleiten Sie von der Planungsphase bis zur Auditfähigkeit – mit einem strukturierten, normkonformen und gleichzeitig pragmatischen Ansatz:- Beratung zu Normen und Anforderungen
Wir klären mit Ihnen, welche Validierungsformen für Ihr Produkt notwendig sind und wie sie korrekt umzusetzen sind – bezogen auf ISO 13485 und ISO 62304. - Prozessintegrierte Validierungsstrategie
Wir helfen dabei, Validierung frühzeitig und effizient in Ihre bestehenden Prozesse (z. B. agile Entwicklung, V-Modell) zu integrieren – ohne Mehraufwand. - Strukturierte Dokumentation und Templates
Wir liefern klare Checklisten und Vorlagen, mit denen Sie normkonforme Nachweise einfach erstellen und jederzeit auditfähig bleiben. - Individuelle Workshops und Projektbegleitung
Ob Einzelfrage oder kompletter Validierungsplan – wir passen unser Vorgehen an Ihre Bedürfnisse an und begleiten Sie zielgerichtet durch den Prozess. - KI-gestützte Validierungsunterstützung
Ob automatisierte Traceability-Prüfung, KI-basierte Testdatengenerierung oder NLP-gestützte Anforderungsanalyse: Wir zeigen Ihnen, wie KI Ihre Validierungsprozesse beschleunigt, ohne die Auditfähigkeit zu gefährden. Mehr zu KI-unterstütztem Softwaretest
Healthcare und Medizintechnik im sepp.med-Blog
FAQs Softwarevalidierung
Softwarevalidierung ist der Nachweis, dass eine Software unter spezifizierten Bedingungen zuverlässig und sicher funktioniert. Sie ist ein zentraler Bestandteil der regulatorischen Anforderungen nach ISO 13485 und ISO 62304.
Weil medizinische Software potenziell lebenswichtige Funktionen übernimmt. Regulierungen wie die MDR, ISO 13485 und ISO 62304 schreiben Validierung vor, um Patientensicherheit und Produktqualität sicherzustellen.
Die wichtigsten Formen sind:
-
Entwicklungsvalidierung (Spezifikationen erfüllt?)
-
Installationsvalidierung (korrekte Einrichtung?)
-
Betriebsvalidierung (funktioniert es im Alltag?)
-
Leistungsvalidierung (unter Last zuverlässig?)
-
Verfolgbarkeitsvalidierung (alles dokumentiert?)
- Verifikation: Haben wir das Produkt richtig gebaut? (z. B. Unit-Tests, Reviews)
- Validierung: Haben wir das richtige Produkt gebaut? (z. B. UAT, reale Szenarien)
- Entwicklung
- Qualitätssicherung / Regulatory Affairs
- ggf. externe Berater
- Fachabteilungen / Endanwender:innen (für UAT)
KI verändert die Softwarevalidierung auf zwei Ebenen: Erstens enthalten immer mehr Medizinprodukte selbst KI-Komponenten (z. B. Bilddiagnose, Therapieunterstützung), die nach MDR und IEC 62304 validiert werden müssen. Dabei gelten besondere Anforderungen an Erklärbarkeit, Fairness und die Dokumentation von Trainingsdaten. Zweitens kann KI den Validierungsprozess selbst effizienter machen, etwa durch automatisierte Traceability-Checks oder die Generierung synthetischer Testdaten. In beiden Fällen unterstützen wir Sie dabei, KI normkonform und auditfest einzusetzen. Mehr erfahren zur Qualitätssicherung für KI-Systeme
Sprechen Sie mit unseren Experten
Business Development Consultant